Samstag, 22. April 2017

Alles neu macht der April - Wir bauen unseren Bulli um

Als wir unseren VW T4 vor fünf Jahren gekauft hatten, waren wir mächtig stolz auf den ersten eigenen Camper. Er hatte eine Küchenzeile mit Gasanschluss sowie einen geräumigen Wandschrank. Im Laufe der Jahre aber haben wir festgestellt, das dieser „Luxus“ für uns völlig unnütz ist. Die Küchenzeile haben wir nie benutzt, sondern immer außerhalb des Fahrzeuges gekocht. Der Wäscheschrank war gut gefüllt mit Sachen, die wir nie gebraucht haben. Das Fahrzeuginnere war eng durch die Aufbauten und natürlich auch dunkel. Jetzt ist alles raus.







Als Erstes haben wir die Schränke komplett entfernt. Ebenso die Reste der Gasanlage und unnütze Stromleitungen. Der Fußboden wurde mit PVC neu verlegt. Die Sitzbank haben wir aus ihrer ursprünglichen Befestigung gelöst, an das Heck gestellt und mit Schrauben neu im Boden verankert. Wir dürfen jetzt zwar keine Passagiere mehr mitnehmen, da wir aber nur zu zweit unterwegs sind, ist das kein Problem. Die Sitzbank dient uns als Liegefläche zum Schlafen und reicht ausgeklappt bis kurz vor die Fahrersitze. Vorher mussten wir diese jeden Abend umbauen, damit das Bett eine Auflagefläche hatte. 


  

Für die leeren Flächen, wo vorher die Schränke standen, haben wir uns Sperrholzplatten besorgt, mithilfe einer selbstgebastelten Schablone aus Papier zugeschnitten und mit Schrauben im Autoblech verankert. Die Holzplatten wurden anschließend mit Tapete beklebt. 






Ganz besonders stolz sind wir aber auf den Einbau der beiden Europaletten. Die große Palette hat eine Breite von rund 120 Zentimeter und passt mit einer Höhe von 80 Zentimetern haargenau unter das große Seitenfenster des Bullis.  Sie wurde mit Metallschrauben im Seitenblech und am Boden fest verankert. Die kleine Palette hinter dem Fahrersitz hält sich an der Großen fest. In beiden Ablagen ist jetzt Platz unter anderem für Kocher, Teller, Becher und Besteck. Ganz oben sollen auf unseren Touren Kräutertöpfe stehen. Reisekarten, Getränke und Kameraequipment passt ebenfalls rein.








Wo haben wir jetzt Stauraum für Klamotten, Lebensmittel und die anderen wichtigen Dinge fürs Campen und Wandern? 
Unter der Rückbank ist jede Menge Platz, zum Beispiel für Angelschuhe und Zeltequipment. Der Großteil unsere Lebensmittel und Klamotten kann in vielen Kisten hinter der Rückbank verstaut werden. Da stören sie nicht und sind auch leicht zugänglich.





Montag, 30. Januar 2017

Das Licht des Nordens

Noch zwei Monate Winter und dann kommt endlich der  Frühling. Und langsam beginnen bei uns die Planungen für das kommende Outdoor-Jahr  2017. Seit mehr als 12 Jahren zieht es uns  regelmäßig in den Sommermonaten gen Norden. Die kurzen Sommernächte und die fantastischen Farben faszinieren uns immer wieder aufs Neue. Auch in diesem Jahr werden wir wohl zum Wandern, Chillen und Staunen wieder Richtung Polarkreis reisen. Zur Entscheidungsfindung haben wir vorher aber tief in unsere Fotokiste gegriffen und zeigen euch einige Schätze.

1. Sonnenuntergang am See Silvköparen in der Nähe der Ortschaft Sala




2. Regenbogen an der Atlantikküste, gesehen von der Insel Leka


3. Sonnenuntergang am See Mälaren unweit von Arlanda


4. Die MS Hotagen liegt in der Provinz Jämtland am Ufer der gleichnamigen Ortschaft am sogenannten Fiskevägen vor Anker



5. Mondaufgang in der Nähe von Byberget


6. Wollgras im Hundfället in Dalarna


7. Blick über den Klarälven


8. Die unendlichen Weiten des Jotunheimen-Nationalparkes, fotografiert vom Bitihorn in Valdres


9.  Die Lofoten zeigen sich am Horizont


10.  Blick auf den Sandstrand von Ramberg


11. Der Svartisen Gletscher 


12.  Lichtspektakel nach einem Regenschauer am Ranfjorden in Yttervik


13. Sonnenuntergang am Dammån in Jämtland



 

Sonntag, 8. Januar 2017

Tourtip: Winterwanderung durch die Müggelberge




Startpunkt für die Wanderung ist die Straßenbahnhaltestelle Müggelbergallee der Tramlinie 62 im Köpenicker Ortsteil Wendenschloss. Die Wanderstrecke führt über den Müggelturm zur Gaststätte Rübezahl am Müggelsee. Die Route ist 5,15 Kilometer lang. Die Nettolaufzeit liegt bei gemütlichen 2,13 Stunden. Abreise erfolgt mit dem Bus 169 von der Haltestelle Rübezahl.

Blick auf die Straße zum Müggelturm

Auf Berlins höchster natürlicher Erhebung, dem Großen Müggelberg, steht der Müggelturm. 30 Meter und insgesamt 126 Stufen sind es bis zur Aussichtsplattform


Blick über den verschneiten Teufelssee

Pancakes im Schnee



Für eine Wanderung durch den verschneiten Wald braucht man genau drei Dinge: warme Kleidung, heißen Tee und.....frisch zubereitete Pfannkuchen. Die Zutaten für 2 große Pancakes: 25g Butter, 50g Zucker, ein halbes Päckchen Vanillezucker, 2 Eier, 100ml Milch, 100g Mehl und ein halben Teelöffel Backpulver. Als besondere Zugabe: Wildpreiselbeeren. Köstlich :-)



Sonntag, 25. Dezember 2016

Test: Das QUECHUA- WURFZELT / PAVILLON BASE SECONDS als Vorzelt für den Campingbus

Vor einiger Zeit haben wir ein Foto bei Instagram gepostet, das unseren T4 Campingbus mit einem Wurfzelt aus dem Hause Decathlon zeigt, nämlich mit dem Pavillon Base Second von der Firma Quechua. Seitdem werden wir gefragt, ob es als Vorzelt für einen Campingbus taugt. Dieses Wurfzelt begleitet uns regelmäßig auf unseren Touren. Als Vorzelt für Campingfahrzeuge ist es eigentlich nicht gedacht. Da wir aber eher selten das tun was alle machen, haben wir beim Kauf nur auf die praktischen Seiten geachtet. Und die wollen wir euch in einem kleinen Testbericht nicht vorenthalten.

Auf dem Campingplatz Camp Grinsby in Värmland


Der Pavillon Base Second von Quechua ist ein typisches Wurfzelt. Es wird im Packsack geliefert. Dieser hat einen Durchmesser von rund 85 Zentimetern. Das Aufbauen geht fix: auspacken, hinwerfen und aufstellen. Mit 6,4 Kilogramm Eigengewicht ist es nicht unbedingt leicht. Es lässt sich aber im aufgestellten Zustand problemlos an die gewünschte Position rücken. Fixiert wird mit den typischen Zeltheringen. Diese sind im Lieferumfang enthalten. Auf felsigem Untergrund kann das Zelt auch mit Steine befestigt werden. Oder ihr bindet es an Bäumen, Sträuchern oder am Auto fest. 
Der Innenraum ist quadratisch und hat eine Fläche von fünf Quadratmetern. Die Seiten sind also jeweils 2,25 Meter lang. Laut Herstellerangaben haben bis zu sechs Personen stehen oder sitzend Platz. Das ist sehr großzügig bemessen. Wir finden, mit bis zu vier Menschen ist das Wurfzelt gut ausgefüllt. Mehr wird schwierig, vor allem beim Campen, wenn noch diverse Utensilien wie Kocher, Tisch und Kühltruhe Platz finden müssen.


Das Wurfzelt bietet Platz zum Kochen und sitzen


Die Stehhöhe des Quechua Wurfzelt Pavillon Base Second liegt bei etwa 190 Zentimetern. Es hat zwei Eingänge, im rechten Winkel zueinander gelegen. An den beiden anderen Seiten sind in Stehhöhe Fenster eingelassen. Natürlich versehen mit entsprechendem Mückenschutz. Das Zelt wird ohne Zeltboden geliefert. Dieser kann optional hinzugekauft werden. Wir haben meist eine andere Zeltplane drunter gelegt. Solange kein Dauerregen für tiefe Pfützen auf dem Zeltplatz sorgt, ist der Unterboden auch nicht unbedingt nötig.

Man kann in dem Wurfzelt auch bequem auf einem Feldbett schlafen

Wie oben schon erwähnt ist das Wurfzelt kein typisches Vorzelt für einen Campingbus. Wir haben es nach zwei Kriterien ausgesucht. Passt das Zelt an unseren T4 Campingbus und geht es schnell zum Aufbauen. Das Wurfzelt Pavillon Base Second lässt sich einfach an die Seitentür unseres kleinen Campers anlehnen. Es schließt natürlich nicht wasserdicht ab. Allein die Breite der Schiebetür des Busses lässt das nicht zu. Es reicht aber, um trocken aus dem Auto in das Vorzelt zu gelangen.

So steht das Zelt am Bus



Trocken aus dem Auto in das Wurfzelt. 
Der wichtigste Punkt auf unserer Liste: die Schnelligkeit beim aufbauen, hinwerfen und hinstellen. Das alles dauert nur wenige Sekunden und verdirbt vor allem nach langen Autofahrten nicht die Camperlaune.  
Einen Minuspunkt müssen wir hier erwähnen. Die beiden Zelteingänge liegen sich leider nicht gegenüber. Man schaut aus dem Fahrzeug auf eine grüne Wand. Das war für uns gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile haben wir uns aber damit arrangiert. 
Noch ein Wort zum Thema Wind und Stabilität. Das Wurfzelt ist sehr hoch und dadurch windanfällig. Bis zu einer Windgeschwindigkeit von 50 kmh wurde es nach Angaben des Herstellers im Windkanal getestet. Wir haben es in Norwegen am See Mjøsa bei starkem Wind ausprobiert und es stand sicher. 

Die beiden Eingänge liegen sich nicht gegenüber. 
Das Wurfzelt muss nicht direkt am Bus stehen. Und es lässt sich gut mit Steinen befestigen. Hier in Bud am Atlantik.









Freitag, 23. Dezember 2016

Auf dem Vildmarksvägen 2016 - Unsere zehn schönsten Fotos

Rund 500 Kilometer lang windet sich der Vildmarksvägen von Strömsund in Nordjämtland Richtung Norwesten über das grandiose Fjällplateau "Stekenjokk" in den Süden Lapplands und führt von Vilhelmina schließlich wieder Richtung Süden zurück nach Strömsund. Der Abschnitt zwischen den Ortschaften Gäddede und Vilhelmina gehört seit fast 17 Jahren zu unseren Lieblingsrouten. Auch 2016 waren wir wieder unterwegs. Hier sind unsere zehn schönsten Fotos.

1. Blick über das Stekenjokk-Plateau 


2. Die markanten Gipfel des Marsfjäll



3. Der Berg Sipmeke




4. Der Trappstegsforsen bei Kultsjöan 



5. Rentiere überqueren die Straße am Stekenjokk


6. Wetterumschwung


7.  Strandfeeling am Kultsjön, im Hintergrund das Marsfjäll



8.   Wasser, Wald und Berge


9.  Sonnenuntergang in Fatmomake


10.  Die Korallengrotte bei Ankarvattnet



Wer mehr wissen möchte, findet hier sicher die eine oder andere nützliche Information zum Vildmarksvägen








Montag, 5. Dezember 2016

Bizarre Landschaft

Heute Nacht war es sehr kalt in Berlin. Und so hat der nahende Winter bei uns zum erstmal in diesem Jahr seine Spuren hinterlassen. Und wir haben die weiße Pracht gleich mal für eine schöne Fahrradtour durch den Landschaftspark Adlershof bis zur Rudower Höhe genutzt.







Montag, 21. November 2016

Unser Bulli T4 Camper "Schrotti"



Das ist "Schrotti", unser heißgeliebter T4 Camper aus der schönen niedersächsischen Stadt Wolfsburg. Er ist 25 Jahre alt und noch richtig fit auf Achse. Vor vier Jahren haben wir ihn gekauft und seitdem fährt er uns treu und brav vorwiegend durch Deutschland und Nordeuropa. Er hat mit uns unter anderem den Stekenjokk in Lappland erstürmt, die weiten Schotterpisten Dalarnas gemeistert und uns geduldig die zahlreichen Kurven entlang der Mosel gezeigt.

2017 steht ein radikaler Innenumbau an. Die alte Einrichtung kommt raus und was neues selbstgebautes rein. Genaue Pläne gibt es noch nicht. Der Winter ist ja auch noch lang.